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Katastrophenschutz effizienter gestalten – BSKI und BBK arbeiten zukünftig zusammen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Bundesverband zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (BSKI) arbeiten zukünftig zusammen. Ziel ist ein regelmäßiger Informationsaustausch und die Unterstützung durch die Experten des BSKI bei der Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe in der Bundesrepublik Deutschland.

„Das BBK ist für Unternehmen, die lebenswichtige Güter anbieten, ein verlässlicher Partner und Dienstleister zur Vorbereitung auf Krisen. Das reicht von Handreichungen und Checklisten für die Notfallvorsorge bis hin zur Krisenmanagement-Ausbildung an unserer Bundesakademie in Ahrweiler oder die länderübergreifende Krisenmanagement-Übung LÜKEX. Diese Unterstützungsleistungen können nur im Austausch zwischen dem BBK und seinen Partnern entstehen und umgesetzt werden. So hilft die Kooperation zwischen BBK und BSKI die Widerstandsfähigkeit der Kritischen Infrastrukturen in Deutschland zu erhöhen“, sagt Armin Schuster, Präsident des BBK.

„Gerade die Flutkatastrophe hat gezeigt, dass bei Naturereignissen und Großschadenslagen der Informationsfluss verbessert werden muss“, sagt Holger Berens, Vorstandsvorsitzender des BSKI.

In dem offenen und vertrauensvollen Gespräch, an dem auch Dr. Wolfram Geier (BBK, Abteilungsleiter Risikomanagement), Prof. Dr. Beate Braun (IARES, Industrieallianz für regionale Energiesicherheit) und die BSKI- Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Walter Borries und der Kriminologe und Polizeiwissenschaftler Detlev Schürmann teilnahmen, herrschte Einigkeit darüber, dass aus der Flutkatastrophe Lehren gezogen werden müssen für die bessere Bewältigung zukünftiger Krisen. So müsse es eine Organisation freiwilliger Helfer bei Katastrophen oder Terroranschlägen geben etwa mit der Einrichtung von Helfersammelstellen, um Rettungswege nicht zu verstopfen. Nötig seien auch Kriminalprävention im Hinblick auf Plünderungen und Desinformation sowie analoge Warn- und Kommunikationssysteme beim Ausfall digitaler Anlagen.

Neben dem Katastrophenschutz ging es in dem Gespräch auch um die Handlungsfelder IT-Sicherheit und nachhaltige Energieversorgung. So nehmen Hackerangriffe gegen kritische Infrastrukturen zu, der Schutz gegen Cyberattacken müsse verstärkt und die Notfallpläne überprüft werden. Und auch in einem Energieversorgungssystem mit 100 Prozent regenerativen Energieträgern müsse die elektrische Leistung jederzeit gesichert sein, um Lieferketten zu gewährleisten und Produktionsausfälle zu vermeiden.

BBK und BSKI wollen im Sinne kurzer Wege ihre thematischen Schnittstellen zusammenführen und streben eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit an. Dabei soll es auch um den Fachaustausch bei Kongressen und Konferenzen auf Bundesebene gehen.